WWW als Sprachenschule
Untertitel: Wie ich gerade dem Thema „Immer diese Fremdsprachen“ von HoSi's Blog Karneval ausweiche. Genau wie beim letzten Karneval Mein Nachbar und das Internet. Bald werde ich den Spitznamen verdienen: Die-das-Thema-nicht-bringt! Apropos, was ist eigentlich geworden aus dem, der mit dem Wolf tanzte? Das Internet hat uns sprachlich wunderbar zusammenrücken lassen. Das Sprachending habe ich früher allerdings ganz anders erlebt.
In der Schulzeit LehrerInnen, die selbst nie im Land ihres Unterrichtsfaches waren, Aussprache und Wortmelodie waren entsprechend, und genau so sprachen dann die Schüler. Wo konnte man Fremdsprachen hören? Auslandsreisen gab es kaum, nix mit einem Jahr in einer Familie in Neuseeland oder USA. Also vielleicht in Schlagern englisch, in der Oper italienisch, aber hat schon mal jemand einen italienischen Operntext verstanden? An dieser Stelle erwarte ich übrigens den vehementen Einspruch eines Teilnehmers von HoSi’s Blog-Karneval ☹ Vielleicht als Quelle noch die Gastarbeiter, Verwandte im Ausland, berufliche Wanderjahre. Mein Onkel wurde nach Spanien geschickt, ein Handelsberuf war zu erlernen, da war ein Praktikum im Ausland Brauch. In der Generation davor gab es da noch die höheren Töchter, die in Pensionaten lernten, wie man zierlich französische oder englische Briefe an die Frau Mama oder den Herrn Papa verfasste. Zu meiner Jugendzeit: Englische Printmedien waren rar. Woher nehmen und nicht stehlen? Bücher? Viel zu teuer, musste man bestellen. Wörterbücher, Grammatiken, das waren unsere Hilfen. Und da lag noch keine Diskette oder CD drin mit Sprachbeispielen.

Dann die ersten Kassetten mit Touristenhilfen: Entschuldigen Sie, würden Sie mir bitte sagen, wo sich das nächste Schreibwarengeschäft befindet? Hingerissen war ich von den ersten TV-Sesame-Street-Sendungen im Original. Heute drücke ich einfach auf einen Knopf und konsumiere ausländische TV-Sender, Filme, Dialekte oder Untertitel. Na ja, und dann das WWW. Da umfließen mich viele Sprachen dieser Welt. Ich kann sie lesen, hören, schreiben, ich kann sprechen, kommunizieren, mitsingen, ich kann viele Hilfen nutzen. Und effiziente Sprachkurse sind auch im Angebot. Weil ich online wenige Übersetzungstools nutze, kann ich auch nicht viel darüber schreiben. Ich mogele mich so durch mit Intuition und Sprachkenntnissen. Nur hin und wieder ein kurzer Kontakt mit dem berühmten "Leo" und mit "dict.cc". Da bin ich dann doch manchmal überrascht, dass bestimmte Begriffe eine ganz andere Bedeutung haben als ich mir das so gedacht hatte. Papierwörterbücher? Megaout. Feststellung zum guten Schluß: Die anderen Karnevalisten haben bereits jetzt sehr gute Tipps für mich und den Rest der Welt – besonders der Beitrag von Anntheres bietet konkrete Hilfen an. Wenn der Blog Karneval beendet ist, lese ich sorgfältig, was ich in Zukunft mit übersetzerischer Absicht im Internet alles anstellen könnte. Vielleicht leiden wir bereits unter einem Überfluss an Fremdsprachen-Bewältigungs-Tools?
7 comments
Schwer beschäftigt mit Artikel...
Text auf Englisch übersetzen zu lassen...das bringt mich definitiv weiter.
Näheres bei http://textundblog.de/?p=3292&utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+textundblog+%28Text+%26+Blog%29



