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Ich bin DJ, Köchin und einen Vogel habe ich auch. Aber eins nach dem anderen. Meine Schwäche für fun hat mich zur Suppenköchin gemacht – soup.io .

Gedacht als Sammelstelle für die bislang nur als bookmarks existierenden links. Aufräumen! Und bequem wieder finden! My soup macht ihn möglich, meinen persönlichen Remix aus dem Internet. Wenn ich etwas Witziges im Netz finde, schicke ich es umgehend in meinen Suppentopf. Als Zutaten geeignet sind: Text, Links, Zitate, Videos, Audio und Dateien. Nach kurzem Einigeln habe ich meine Suppe aber sehr bald frei geschaltet. Denn richtig Spaß macht es erst, wenn ich sie mit anderen teile. Das heißt, was einem bei anderen Suppenköchen gefällt, übernimmt man einfach in die eigene Suppe oder man wählt die Köche als Freunde. Und ich fühle mich gut, wenn einer meine Zutaten benutzt. Man kann auch zusammen eine Gruppe bestücken, z.B. bookart oder cats. Ausprobieren kann man die werbefreie soup auch ohne Anmeldung, ansonsten: anmelden und kostenfrei benutzen. Nicht alle Eingänge sind nach meinem Geschmack. Ich kann mich aber auf meine selbst gewählten Freunde und meine eigenen Fundstücke aus dem Netz konzentrieren.
Die Eintopf-Kochschule hat mich qualifiziert für meinen neuen Job als DJ bei blip.fm.-

Für mich umso sinnvoller als ich nicht über eine anderweitige
Musikberieselung verfüge– von einem alten Radio mal abgesehen. Also
Musik jetzt als Anwendung im Browser, sehr Platz sparend, der sound ist
natürlich nichts für hochmusikalische Ohren. Ich habe ganz klein
angefangen, hart gearbeitet auf der Suche nach den Ohrwürmern und Hits.
Die lauten Sachen sind nicht „meins“. Ein bisschen googeln spuckt
Liedtexte und Wikipedia-Einträge aus, wunderbare Hintergrundinfos zu
Kompositionen, Interpreten und Versionen. Und ich habe in blip
sorgfältig meine favorite DJs ausgesucht, von denen ich songs
übernehmen (reblippen) konnte. Meine Auswahl scheint erstaunlich gut
anzukommen, über 120 „listener“ und ebenso viele „props“. Das sind
Bonuspunkte, die ich ebenfalls spendieren kann, wenn mir Songs von
anderen Blippern gut gefallen. Ich sitze oft am Computer und höre
Neuzugänge meiner DJ-Favoriten oder meine eigene Playlist rauf und
runter. Sehr gesund, wenn sich ein Onliner im Takt bewegt, weil die
Musik ihn mitreißt.
Ohne es zu merken war ich so bestens vorbereitet für Twitter. 
Ich zwitschere seit 2 Monaten – via tweetdeck - und gehöre jetzt zu den anderen 50 Prozent, zu denen, die es mögen. Mein Weg dahin war gepflastert von meinen Erfahrungen bei soup und blip. Auch hier gibt es Leute, die mir folgen und denen ich folge, und Anerkennung durch retweets. Verblüffende Kettenreaktionen bringen mich unglaublich einfach in Kontakt mit sehr interessanten Menschen. Etwas Ähnliches habe ich bisher nicht erlebt. Ich erfahre viele Neuheiten, Interviews und TV-Sendungen vorab. Zu „Senioren“ habe ich eine Suche laufen, die sich selbst speichert und updatet. Über die Ergebnisse könnte ich eine längere Arbeit schreiben. Auch nach dem Berufsleben kann ich in fachlichen Fragen mitmischen. Ein geschlossener Account mit Zulassung Gleichgesinnter macht Sinn, setzt aber auch Grenzen. Einige Inhalte der letzten Zeit: Einsturz des Kölner Stadtarchivs, Petition gegen Netzsperren, Fake account Ursula von der Leyen – entstand und verschwand innerhalb von 2 Tagen, viele infos zu elearning, SLO Tweets unter #hosikurse, ein 3sat-neues Redakteur berichtet vorab, Open Access-Diskussion, Heidelberger Appell, Wahlgetwitter. Es twittern: die Stadt Köln, das Weiße Haus, ein Wörterbuch, Professoren, Unis, Unternehmen, Zeitungen und Zeitschriften.
Was ist das Wichtigste bei Social media? Die Antwort gibt Sascha Lobo – mit 10000 Followern meist Erster in den Twitter Charts: „Interessantheit ist der wichtigste Wert der Kommunikation“. Und recht hat er, wenn der content nicht stimmt, verschwindet das Mitmach-Interesse. Negatives gibt es auch, kann man aber drüber wegsehen oder abstellen. In der Suppe, beim Blippen und Zwitschern habe ich gute Inhalte sprich fun, infos und songs gefunden, ich bleibe dabei.
4 comments
Hat mir sehr gut gefallen...:-))
Gruß Ann-Theres



